Rahmenplan zur Behebung städtebaulicher Missstände

Mit Bescheid vom 26.10.2006 wurde die Stadt Frankenberg in das Städtebauförderungsprogramm „Städtebauliche Sanierungsmaßnahmen“ aufgenommen. Das Sanierungsgebiet III „Bahnhofstraße“ liegt in Mitten des zentralen Versorgungsbereiches unserer Stadt und umfasst eine Fläche von rund 25,9 ha.

Anlass für die Festsetzung des Sanierungsgebietes waren die feststellbaren, das Gebiet prägenden erheblichen Substanz- und Funktionsschwächen: hoher Brachflächenanteil (Bahn- und Gewerbebrachen), zahlreiche leer stehende Gebäude (v. a. Handels- und Gewerbeimmobilien), Sanierungsstau an Gebäuden sowie erhebliche Probleme bei der Bewältigung des Individualverkehrs.

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Infolge der erkennbaren Defizite ist das Gebiet in der Wahrnehmung der ihm zugedachten Funktion als Gewerbe-, Einzelhandels- und Wohnstandort erheblich beeinträchtigt. Die Bedeutung von Teilbereichen als Bestandteil der historischen Frankenberger Neustadt kann sich nicht entfalten. Die stadtgeschichtlich bedeutende Klosteranlage ist als potenziell Identität prägendes Element und touristischer Magnet aufgrund ihrer Lage zwischen stark befahrenen Verkehrswegen und der damit verbundenen eingeschränkten Erreichbarkeit beeinträchtigt. Städtebauliche Zusammenhänge zwischen dem Sanierungsgebiet und der umgebenden Stadt fehlen oder sind unterentwickelt.

 

Karte 9Karte 11

 

Mit Hilfe der Stadtsanierung soll das Gebiet in die Lage versetzt werden, die ihm zugedachte Funktion im Stadtgebiet zu erfüllen sowie seine Entwicklungspotenziale ausnutzen zu können.

 

Karte 13

Das Ederufer stellt eine städtebauliche Besonderheit der Frankenberger Innenstadt dar, deren Gestaltungs- und Nutzungspotenzial derzeit nicht ausgeschöpft wird. Die mögliche Reduzierung der Verkehrsfläche in der Uferstraße samt Verlegung der Fahrbahn schafft die Möglichkeit, den Bereich des Ederufers zu einem bespielbaren Aufenthaltsraum und einer „Flusspromenade“ auf Höhe der Straße aufzuwerten. Der Höhenunterschied zwischen Promenade und Ederufer könnte als Treppenanlage mit Sitzmöglichkeit ausgebildet werden.

 

Karte 15

Aus der Analyse der Ausgangssituation werden folgende Ziele für das Sanierungsgebiet Stadtsanierung III Bahnhofstraße in der Rahmenplanung abgeleitet:

 

Städtebau

  • Verbesserung des Wohnumfeldes insbesondere durch Schaffung von hochwertigen Freiräumen im Nahbereich der Wohnstandorte
  • Sanierung der Gebäudesubstanz unter verstärkter Berücksichtigung energetischer Belange zur Schaffung von zeitgemäßem Wohn- und Lebensraum
  • bauliche Neustrukturierung und Neuordnung des Gebietes sowie Nachverdichtung von Baulücken und Brachen, insbesondere des Bahnhofsgeländes und der Bereiche um die Röddenauer Straße und die Uferstraße
  • Stärkung und Herausbildung der Alleinstellungsmerkmale Eder und Kloster St. Georgenberg
  • baulich-räumliche Intensivierung des Aspektes Leben und Wohnen am Fluss (Stadt am Fluss)

Nutzung

  • Ansiedlung von Gewerbe- und Einzelhandelsnutzungen an stadtverträglichen Standorten
  • Stärkung der östlichen Bahnhofstraße als Einzelhandelsstandort in Fortsetzung der Neustädter Straße
  • Schaffung der baulich-räumlichen Grundlagen für die Steigerung der touristischen Bedeutung Frankenbergs
  • Verbesserung der baulich-funktionalen Rahmenbedingungen der im Untersuchungsgebiet ansässigen Firmen zur Verminderung der Abwanderung / zur Stabilisierung des Gründungs- und Konkursgeschehens

Verkehr / Erschließung

  • an fahrgeometrischen Bedürfnissen und der tatsächlichen Verkehrsbelastung orientierte Anpassung der Verkehrsflächen des fließenden Verkehrs
  • Neuordnung des ruhenden Verkehrs im Untersuchungsgebiet einschließlich der dem tatsächlichen Bedarf entsprechenden Neudimensionierung von Stellplatzanlagen
  • Verbesserung der Verkehrsbedingungen für Fußgänger und Radfahrer (Wegebreiten, Querungsmöglichkeiten) sowie des öffentlichen Personennahverkehrs und damit Förderung einer umwelt- und stadtverträglichen Mobilität in Frankenberg 
  • Verbesserung der ÖPNV-Erschließung durch bauliche Umgestaltung des ZOB und Anlage zusätzlicher Haltestellen (z.B. im Bereich der geplanten Eder-Galerie und in den Bereichen Uferstraße / Jahnstraße und Bahnhofstraße / Jahnstraße) sowie durch betriebliche Maßnahmen
  • Verbesserung der Anbindung des Bahnhofsbereiches an die Innenstadt

Freiraum / Umwelt

  • ökologische und naturräumliche Aufwertung des Gebietes durch Entsiegelungen und Begrünungsmaßnahmen, insbesondere im Bereich des Klosters, der Uferstraße und der Röddenauer Straße (Konzept „Grüner Ring“)
  • Aufwertung des Ederufers unter gestalterischen und funktionalen Gesichtspunkten zur stärkeren Verknüpfung Stadt und Flusslandschaft

Karte 16

Die Vorbereitenden Untersuchungen sowie die Rahmenplanung im Volltext können Sie hier downloaden:

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